(Stadtverordneten-Sitzung am 27.11.17)

Die Verlegung der Nahwärmeleitung bietet Zündstoff da mehrere Projektbeteiligte zusammenarbeiten müssen. Zum einen als Auftraggeber die Bioenergie-Genossenaft, die EAM als Projektplaner und Leiter, die Stadt Kirchhain als Eigentümer der kommunalen Straßen, gleichzeitig Genossenschaftsmitglied und Hessenmobil als Eigentümer der Kreisstraße. Das es dabei wie bei ähnlichen Bauvorhaben zu Problemen kommen kann, liegt auf der Hand.

Die aktuelle Frage der verlegten 75 m Rohrnetz von der Heizzentrale ins Dorf bedarf einer nüchternen aber in Anbetracht von Witterung, Dauer der Arbeiten, Beschwernis der Anwohner pragmatischen Lösung. Natürlich kann man unter Beachtung von rechtlichen und fachlichen Fragen zu unterschiedlichen Lösungen kommen. Aber ein Fach- und Juristen-Streit hilft nicht in der Sache.

Nach Abwägen aller Vorschriften und Regeln kann einem Verbleib der Leitungen zugestimmt werden. Die erforderlichen Gewährleistungen bleiben für alle Beteiligten vom Unternehmer bis zur Bioenergiegenossenaft in vollem Umfang erhalten. Der teilweise Einbau von Stahlplatten sichert die Überdeckung der Leitung. Der verbreiterte Endausbau hilft der Stadt Kosten zu sparen (Entfernung Altlasten). Die Anwohner bekommen einen Endausbau einschl. Gehweg und die Straße wird nach langer Zeit wieder befahrbar.

Die SPD-Fraktion stimmt dem vorgelegten Beschlußvorschlag zur Durchführung zu. Wir wollen damit dem gerade ausgezeichneten Bioenergiedorf Kleinseelheim und seinen Bürgern eine pragmatische Lösung für ein ärgerliches Problem bieten.